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Steinreich – das Lapidarium im Maximilianmuseum
Gabentisch 2010 - erfolgreicher Abschluss des Projektes "Lapidarium"
Der Gabentisch 2010 war mit dem Erlös von 10.000 Euro ein großer Erfolg und zeigte deutlich auf, dass durch die Initiative der altaugsburggesellschaft viel in Gang und vor allem auch zum Abschluss gebracht werden kann. Denn nicht zuletzt durch den Erlös des alljährlichen Gabentischs konnte das Lapidarium im Maximilianmuseum neu gestaltet und im Frühjahr 2011 erstmalig auch für den Publikumsverkehr er- und geöffnet werden.
Das Maximilianmuseum in Augsburg ist zwar steinreich, konnte aber trotzdem etwas Geld gebrauchen. In den Gewölbekellern des Museums lagern zahllose Kunstwerke aus Stein: Grabsteine, Inschrifttafeln, Reste von kriegszerstörten Patrizierhäusern, Portraitbüsten.
Jeder dieser Steine ist ein sprechender Zeuge seiner Geschichte und der Geschichte unserer Stadt. Aus dem Keller voller Steine wurde ein Lapidarium, eine museale Sammelstelle für Steindenkmäler (lat. Lapis: der Stein).
Schwerlastregale und Wandbefestigungen sorgen heute für Ordnung und eine konservatorisch korrekte Unterbringung. Mit regelmäßigen Führungen durch die Gewölbe wird diese interessante Spezialsammlung für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Das Maximilianmuseum ist bereits heute eines der schönsten Museen Bayerns, erhielt 2007 den bayerischen Museumspreis und wurde im Frühjahr 2011 zusätzlich um eine Attraktion reicher.
LAPIDARIUMSFÜHRUNGEN: Dienstag 15 Uhr im Maximilianmuseum
Die seit Jahrzehnten in den Kellergewölben des Maximilianmuseums eingelagerten Steindenkmäler sind ein wichtiger Teil des historischen Gedächtnisses der Stadt. Sie werden nun dank der Hilfe und finanziellen Unterstützung der altaugsburggesellschaft mit dem neuen Lapidarium erstmals zugänglich gemacht.
Kosten: Nur Museumseintritt

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Potzblitz!
Der historische Blitzableiter des Augsburger Schaezlerpalais
Seit 1781 steht unbeachtet auf dem Dach des Schaezlerpalais ein großes, fünfspitziges Eisengestänge: ein Blitzableiter der allerersten Generation. Im letzten Jahr fiel dieser mit lautem Krach um. Jetzt präsentieren wir ihn, zusammen mit Schriften, Graphiken und Modellen seiner Entstehungszeit. Unser Blitzableiter ist ein stattlicher Zeitzeuge der frühen Aufklärung. Sein Spannungsfeld ist meteorologisch und physikalisch, aber auch gesellschaftlich höchst aufgeladen, zwischen Technikbegeisterung und Gottesfurcht des ausgehenden Barock.
Die Ausstellung wurde von der altaugsburggesellschaft in Zusammenarbeit mit den Kunstsammlungen und Museen Augsburg sowie der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg organisiert und finanziert.
Zur Ausstellung ist ein Begleitheft der altaugsburggesellschaft erschienen.
Am Ende der Ausstellung wird der Blitzableiter durch das Hochbauamt wieder auf das dach des Schaezlerpalais gesetzt werden. Die altaugsburggesellschaft wird dann in der Hallstraße eine Informationstafel anbringen, an einem Standpunkt von dem aus der Blitzableiter gut zu sehen ist. Darauf wird die Geschichte und die Einzigartigkeit dieses kuriosen technischen Denkmals in Wort und Bild beschrieben sein. Der Erlös des Heftchenverkaufs(Stückpreis €3 )kommt dieser Infotafel zugute.

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Generell sind alle Augsburger Bürger aufgerufen, das Kulturerbe Ihrer Stadt vor dem Verfall zu
schützen. Neben zahlreichen Projekten darunter die historischen Stadttore und Bürgerhäuser
hat die altaugsburggesellschaft in den letzten Jahren vor allem den Erhalt des Rokokosaals im
Schaezlerpalais unterstützt.
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Wiedereröffnung des Schaezlerpalais am 3. Februar 2006
Nach Abschluss der nunmehr fast zweijährigen Restaurierungsarbeiten wird das Schaezlerpalais in Augsburg mit einem Festakt am 3. Februar 2006 feierlich wiedereröffnet. Anlässlich dieses für die Stadt so bedeutenden Ereignisses wird das nun restaurierte Stadtpalais ab dem 4. Februar wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein.
Insgesamt 5,7 Millionen Euro kostete die Restaurierung und Konservierung nach modernsten wissenschaftlichen und restauratorischen Ansätzen. Dank der großzügigen Unterstützung zahlreicher privater und öffentlicher Förderer hat Augsburg somit einen seiner schönsten Bauten als Museum von allerhöchstem Rang zurück. U.a. die Stadt Augsburg, das Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Rahmen des Entschädigungsfonds des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, der Kulturfonds Bayern, die Bayerische Landesstiftung München, die Abteilung Kultur- und Europaangelegenheiten beim Bezirk Schwaben, die Regierung von Schwaben, die Städtebauförderung des Freistaates Bayern und der Bundesrepublik Deutschland, der Förderkreis Schaezlerpalais, der World Monuments Fund, New York, und nicht zuletzt die altaugsburggesellschaft sicherten die Finanzierung des Vorhabens.
Das 1765 bis 1770 durch Karl Albert von Lespilliez für den Augsburger Bankier Benedikt Adam Liebert von Liebenhofen (1731–1810) errichtete Palais, dessen Höhepunkt zweifelsohne der prächtige Festsaal mit dem Deckengemälde von Gregorio Guglielmi und den Stuckaturen der Brüder Feichtmayr ist, beherbergt neben der Verwaltung der Kunstsammlungen und Museen Augsburg auch die Deutsche Barockgalerie, die Sammlung der Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung, eine Etage für Sonderausstellungen sowie die hochrangige Grafische Sammlung und bietet darüber hinaus Zugang zur Bayerischen Staatsgemäldesammlung Alte Meister in der Katharinenkirche.
Die Ausstellungsräume präsentieren sich mit neuer Hängung der Meisterwerke aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die farbige Gestalt der Ausstellungsräume orientiert sich an den Farben der original erhaltenen Supraporten. Zudem wurde die Fassade nach alten Befunden in ihrer ursprünglichen Fassung wieder hergestellt und auch der öffentlich zugängliche Garten zeigt einen frühen Zustand als Vierfelderanlage mit Elementen eines Landschaftsgartens. Als besonders herausragend zeigt sich schließlich der Rokokofestsaal, der trotz seiner langen Geschichte weit mehr als 90% seiner Originalausstattung aufweist, die während der Restaurierung 2004/05 gereinigt und konserviert wurde.
Am 4. Oktober 1958 stiftete Dr. Wolfgang Freiherr von Schaezler (1880–1967) zur Erinnerung an seine beiden im Krieg gefallenen Söhne Dietrich und Lorenz das Schaezlerpalais der Stadt Augsburg mit der Auflage, dass es für alle Zeiten kulturellen Zwecken diene.
Das Stadtpalais ist Teil eines Bürger- und Patrizierhausensembles am ehemaligen Weinmarkt dessen Zentrum noch heute der Herkulesbrunnen von Adriaen de Vries bildet. Im Süden – Richtung St. Ulrich und Afra – befand sich das 1806 abgebrochene Weinsiegelhaus. Es erstreckt sich mit 32 Fensterachsen über rund 109 Metern auf einem schmalen Grundstück entlang der Katharinengasse. Ursprünglich beherbergte das dreigeschossige Bauwerk in seinem Erdgeschoss die Bankkontore Lieberts, während die Erste Etage als Repräsentationsgeschoss, die zweite als Wohngeschoss diente. Heute befinden sich im Erdgeschoss die Funktionsräume (Kasse/Garderobe), die Grafische Sammlung und Verwaltungsräume, in der Ersten Etage die Deutsche Barockgalerie und in der Zweiten Etage die Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung sowie die Sonderausstellungsräume. Den Höhepunkt des Bauwerkes bildet der große Festsaal in der Ersten Etage, der sich über zwei Geschosse erstreckt und der zu den prunkvollsten Räumen der Rokokozeit in Süddeutschland gezählt werden darf.
Quelle: Kunstsammlungen und Museen Augsburg
Kunstsammlungen und Museen Augsburg
Deutsche Barockgalerie
Grafische Sammlung
Karl und Magdalene Haberstock-Stiftung
Staatsgalerie in der ehemaligen Katharinenkirche
Maximilianstr. 46 (Schaezlerpalais)
86150 Augsburg
Tel.: 0821 324 4102
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10–17 Uhr
Sonderausstellungen im Schaezlerpalais:
Alte Meister in der Sammlung Würth – Der ehemals Fürstlich Fürstenbergische Bilderschatz3.2. bis 30.4.2006
Mozarts Welt
16.5. bis 30.10.2006
Weitere Informationen:
Dr. Tilo Grabach
Maximilianstr. 46
86150 Augsburg
Tel.: 0821-324 4106
Fax: 0821-324 4105
Unser besonderer Dank geht an alle Spender und Unterstützer der Aktionen der
altaugsburggesellschaft!
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Für Europa gemacht, für Augsburg erworben: Die Schaezleruhr
Das Schaezlerpalais ist im Bewusstsein der Öffentlichkeit als Zeugnis des 18. Jahrhunderts, einer der glänzendesten Epochen Augsburger Kunst und Kultur, verankert wie kein anderes Baudenkmal unserer Stadt. Dank glücklicher Umstände entgingen das Haus und sein kostbares Interieur – allem voran der grandiose Festsaal – die Bomben des Zweiten Weltkriegs. Seit der großherzigen Stiftung des Hauses an die Stadt Augsburg durch Wolfgang Freiherr von Schaezler und seine Gemahlin Hilda im Jahr 1958 bildet es den festlichen Rahmen für die städtischen Kunstsammlungen.
Die altaugsburggesellschaft ist seit Jahrzehnten dem Schaezlerpalais und den Kunstsammlungen und Museen der Stadt Augsburg bei Renovierungen und Ankäufen eng verbunden. In den vergangenen Jahren konnten wir Dank breiten Bürgerengagements auch einen namhaften finanziellen Beitrag zur Restaurierung des Rokokosaals leisten.
Als die Schaezleruhr, die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts als verschollen galt, auf dem internationalen Kunstmarkt angeboten wurde, war es der altaugsburggesellschaft deswegen eine besondere Herausforderung, das wertvolle Stück an seinen angestammten Platz zurückzuführen. Der Preis war hoch und unser Vorhaben schien aussichtslos. Hilfe fanden wir bei der SIEMENS AG/Niederlassung Augsburg und der Ernst von Siemens Kunststiftung, denen das große Verdienst gebührt, David Roentgens Schaezleruhr für Augsburg gesichert zu haben.
 Die prunkvolle Bodenstanduhr aus dem Besitz der Freiherren von Schaezler wurde um 1785 in der berühmten Cabinetmacherei des David Roentgen (1743–1807) in Neuwied am Rhein geschaffen. Uhr-, Schlag- und Musikwerke lieferten Hermann Achenbach und Johannes Schmidt, das Zimbal und das Flötenwerk mit seiner komplizierten Mechanik die Brüder Johann Christian und Johann Wilhelm Weil.
Das Musikwerk ist so konzipiert, dass auf einer Stiftwalze vier Musikstücke von je 60 Sekunden Platz finden. Diese können mittels der Melodienskala oberhalb des Zifferblattes eingestellt und stündlich abgespielt oder manuell ausgelöst werden. Die Stückfolge Andante , Menuet , Polonoise und Allegro bildet eine kleine Suite, deren Komponist bislang nicht identifiziert werden konnte. Dank ausgefeilter Technik und höchster handwerklicher Präzision stellt sie aber ein Dokument ersten Ranges zur Interpretationspraxis des späten 18. Jahrhunderts dar und bringt bis heute die Zeit des Ancien Régime zum Klingen.
Mit der Schaezleruhr schuf David Roentgen ein raffiniertes mechanisches Möbel in vollendeter Verarbeitung. Seine seltenen Uhren wurden vor über 200 Jahren an die gekrönten Häupter Europas geliefert und sind heute von den großen Museen und Sammlungen gesucht. Von unserer Standuhr mit Musikspielwerk existieren weltweit nur zwei vergleichbare Exemplare!
David Roentgens Meisterwerk war vermutlich für die kurfürstliche Residenz zu Koblenz geschaffen worden und kam 1795 mit der Flucht des letzten Trierer Kurfürsten und Augsburger Bischofs Clemens Wenzeslaus nach Augsburg. Der Bankier und Unternehmer Johann Lorenz Freiherr von Schaezler (1762–1826) erwarb Roentgens Meisterwerk schließlich für sein mondänes Augsburger Palais.
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts galt die Schaezleruhr als verschollen, blieb aber bis 2000 im Besitz von Nachfahren des Johann Lorenz von Schaezler. 2005 konnte das kostbare Uhrenmöbel David Roentgens auf Initiative der altaugsburggesellschaft , der Kunstsammlungen und Museen der Stadt Augsburg und namentlich der SIEMENS AG Augsburg durch die Ernst von Siemens Kunststiftung erworben werden.
Zur Wiedereröffnung des in den letzten Jahren mit großem Aufwand restaurierten Palais wurde die Schaezleruhr am 20. Januar 2006 dauerhaft der Obhut der Kunstsammlungen und Museen Augsburg übergeben.
Dr. Christof Metzger

Prof. Joachim Fischer (Ernst von Siemens Kunststiftung), Oberbürgermeister Dr. Paul Wengert, Dr. Christof Trepesch (Direktor Kunstsammlungen und Museen), Anne Voit (Vorsitzende altaugsburggesellschaft) und Georg Lutzenberger, SIEMENS AG Augsburg freuen sich über die heimgekehrte Schaezleruhr.
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Viel Zeit und Begeisterung steckt die Vorsitzende Anne Voit in ihre ehrenamtliche Arbeit bei der altaugsburggesellschaft. Dieser Einsatz wurde nun auch von höchster offizieller Stelle gewürdigt.
Anne Voit erhielt bei einem Festakt im Dezember die Verdienstmedaille "Für Augsburg" von der
Stadt Augsburg verliehen!
Die Begründung der Stadt Augsburg lautete:
Frau Anne Voit ist seit Januar 2001 Vorsitzende der Gesellschaft zur Erhaltung Augsburger Kulturdenkmale e.V., der altaugsburggesellschaft. In dieser Funktion hat sie sich mit größtem Engagement und vielen kreativen Ideen und Aktionen den Erwerb der Schaezler-Uhr, vor allem aber für eines der herausragenden Förderprojekte eingesetzt - die Restaurierung des Rokokosaales im Schaezlerpalais, das wir vor wenigen Tagen wiedereröffnen konnten.
Dazu trugen insbesondere folgende überaus erfolgreiche Aktionen bei, die ganz wesentlich dem Engagement von Frau Voit zu verdanken sind. Dazu zählt:
- die Herausgabe eines Faksimiles in limitierter Auflage zum Vorentwurf des Deckenfreskos „Allegorie des Welthandels“ von Gregorio Guglielmi.
- die Finanzierung und Herausgabe eines Palaisführers (zusammen mit Dr. Kommer von den Kunstsammlungen),
- seit 2001 die Teilnahme am jährlichen Tag des offenen Denkmals mit Führungen und Konzerten sowie
- der Ideenwettbewerb an der Fachhochschule Augsburg inklusive einer Ausstellung in den Räumen der Stadtsparkasse zur Neugestaltung der „Alt-Augsburg-Tombola“,
Frau Voit widmete sich vorrangig der Suche nach Sponsoren für kulturelle Vorhaben - in Zeiten knapper Kassen eine zunehmend schwierige Aufgabe. Sie konnte bereits zahlreiche namhafte Augsburger Firmen sowie einzelne Bürgerinnen und Bürger für die finanzielle Unterstützung und Förderung der Aktivitäten der altaugsburggesellschaft gewinnen, beispielsweise für die Wiederbelebung des Augsburger Geschlechtertanzes und der historischen Augsburgerinnen.
Frau Voit trägt durch ihr herausragendes Engagement in der altaugsburggesellschaft in großem Maße dazu bei, dass Augsburger Kulturdenkmale erhalten bleiben und die Stadt durch kulturelle Veranstaltungen für die Bürgerinnen und Bürger attraktiv bleibt. Mit diesem außerordentlichen Engagement hat sie sich um Augsburg verdient gemacht und wurde im vergangenen Jahr mit der Medaille „Für Augsburg“ ausgezeichnet.
Dazu Anne Voit: Der Preis ist eine große Ehre und zugleich Motivation, sich weiter unermüdlich um den Erhalt Augsburger Kulturdenkmäler einzusetzen. Bitte helfen Sie bei der Umsetzung unserer Ideen und Aktionen! |
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Faksimile von Guglielmi bei der altaugsburggesellschaft zu kaufen
Gregorio Guglielmi (1714-1773)
Der europäische Handel verbindet die Weltteile
Entwurf zum Deckengemälde im Schaezlerpalais
Das Palais des Bankiers Benedikt Adam Liebert von Liebenhofen (das heutige Schaezlerpalais ) in der Augsburger Maximilianstraße wurde 1765 bis 1770 von den namhaftesten Künstlern ihrer Zeit entworfen und luxuriös ausgestattet. Für die Ausgestaltung des Festsaals wurde der aus Rom gebürtige Maler Gregorio Guglielmi gewonnen, der zuvor an den Höfen in Turin, Berlin und Wien gearbeitet hatte. Den Ambitionen des Bauherren entsprechend, hatte Guglielmi für den Deckenplafond eine Allegorie des weltumspannenden europäische Handels entworfen: Merkur, der Gott des Handels schwebt, angespornt von Europa – im Zentrum mit Szepter und Reichsapfel – den Erdteilen Afrika und Asien zu. Links verkündigt Fama den Ruhm Europas als Weltherrscherin. Oben, auf dem Kopf stehend, sind Amerika und der Überseehandel dargestellt. Rechtzeitig zum Besuch der Erzherzogin Maria Antonia, die im April 1770 auf ihrer Brautreise nach Paris in Augsburg Station machte, waren der Saal und Guglielmis Deckengemälde fertiggestellt. Seinen in Feder gezeichneten Entwurf verwahrt heute die weltberühmte Albertina in Wien.
Zum Auftakt der Restaurierungsarbeiten im Palais und seines historischen Rokokofestsaals ließ die altaugsburggesellschaft Guglielmis Entwurf als hochwertigen Kunstdruck faksimilieren. Der ge-
rahmte Druck kostet 75 Euro, der ungerahmte 35 Euro!
Unterstützen Sie mit seinem Erwerb die Arbeit der altaugsburggesellschaft und helfen Sie mit, das Palais und seinen berühmten Festsaal für die Zukunft zu erhalten!
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Aktion Rosette
Der Rokokofestsaal, das Schmuckstück des Schaezlerpalais, ist einer der bedeutendsten
profanen Festsäle Süddeutschlands. Seit seiner Entstehung (1765-1770) wurden an dem
einzigartig erhaltenen Saal keine Veränderungen vorgenommen. Nun aber drohen Farbe und
Vergoldung sich von den Wand- und Deckenflächen zu lösen und machen eine Restaurierung
unumgänglich.
Die anstehenden Arbeiten, die jeden sichtbaren Eingriff in die Gesamtwirkung vermeiden, stellen
eine gewaltige finanzielle und denkmalpflegerische Herausforderung dar. Mit der Aktion Rosette
will die altaugsburggesellschaft einen weiteren Teil zur Rettung des Rokokosaales beitragen.
Ziel ist der Abschluss der Restaurierungsarbeiten bis zum Mozartjahr 2006.
Die in Gold und Silber gehaltenen Rosetten wurden unter der Schirmherrschaft von
Bärbel Wengert von dem traditionsreichen Augsburger Juwelierhaus Herbert Mayer entworfen.
Die Schmuckstücke sind den goldenen Rosetten nachempfunden, die sich an der Decke des
Festsaales befinden und somit sichtbarer Ausdruck der Verbundenheit mit dem Schaezlerpalais.
Wollen auch Sie den Erhalt des Rokokosaales unterstützen, dann erwerben auch Sie
eine Rosette
im Juwelierhaus Herbert Mayer, im Rathausshop sowie in den Museumsshops im Schaezlerpalais und im Maximilianmuseum.
Der Verkaufserlös kommt in vollem Umfang den Restaurierungsarbeiten zugute.
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