DenkMal

Liebe Teilnehmer und Interessenten am Aquarellkurs,

wir freuen uns über Ihr/ Euer Interesse und werden den Kurs organisieren wie folgt:

01.  zu den angegebenen Zeiten findet der Kurs unter Anleitung in zwei Gruppen je 7- 8 Teilnehmer statt:
       a)  Anfänger
       b) mit Farben vertraut
02. das Material, wie Farben, Pinsel, Papier, Unterlagen und Mischtöpfchen wird gestellt
03. wir arbeiten stehend an Tischen, für kleine Pausen stehen Bänke und Erfrischungen bereit
04. der Kurs ist ausgelegt auf ein bevorzugtes Alter der Teilnehmer zwischen 6 und 14 Jahren, dies ist jedoch keine zwingende Teilnahmevoraussetzung
05. es wird keine Kursgebühr/ Unkostenbeitrag erhoben
06. die Veranstaltung findet im Freien, bei schlechtem Wetter im Turm statt

Kleine und große Spenden an die altaugsburggesellschaft werden jederzeit herzlich gerne angenommen

Derzeit bieten wir keine festen Termine für Malkurse an. Bei Interesse melden Sie sich bitte einfach bei uns. 

Wall-Fahrten am Tag des offenen Denkmals (08.09.2019)

Altstadtrunde mit der historischen Straßenbahn im Bereich der historischen Stadtmauer. 

Abfahrt: 11:00, 13:30, 15:00 an der Haltestelle „Ulrichsplatz“ 

Mit den „Wall- Fahrten“ bietet die altaugsburggesellschaft die Gelegenheit im Rahmen einer Bummelfahrt im ältesten noch in Betrieb stehenden Straßenbahn- Waggon der Stadtwerke Augsburg, die in den historischen Entwicklungsschüben entstandene und mitgewachsene Augsburger Stadtmauer zu umfahren und erläutert zu bekommen.

Beginnend am topografischen Hochpunkt, dem Ulrichsplatz taucht der Wagen hinab zum Textilviertel, vorbei an den historischen Wassertürmen, der ehemaligen Schüleschen Kattunfabrik zum ersten Bahnhof der Bahnlinie München – Augsburg; die Bastion des Roten Tors umfahrend führt die Strecke entlang der südlichen und westlichen Stadtmauer, des Eserwall und Schießgraben; über den Standort des Gögginger Tores, den heutigen Königsplatz hinweg geht die weitere Fahrt auf der Trasse der verfüllten Wallanlagen bis vor das Stadttheater;
dort weicht die Strecke am Standort des alten Einlass in Richtung Klinkertor aus; nach einer Talfahrt zur Wertachbrücke und Wende am Bärenwirt steigt die Strecke vorbei am Wertachbrucker Tor wieder zur Domstadt an; wir passieren das Fischer Tor, den Standtort des abgebrochenen Frontores und umfahren den Ostchor des hohen Doms; auf dem hohen Weg wird die Domstadt in Richtung Perlach und Rathausplatz wieder verlassen; nach einer kleinen Richtungskorrektur bei St. Moritz erreicht die Bahn auf dem Rückgrat der Historischen Altstadt, der heutigen Maximilianstraße wieder den Ulrichsplatz;

Diese Stunde nutzt die altaugsburggesellschaft, um auch auf den teilwiese bedauerlichen Zustand der baulichen Anlagen, trotz einzelner ambitionierter Restaurierungsprojekte, aufmerksam zu machen.
Die vielfältige Geschichte der Augsburger Stadtmauer ist ergänzend in der parallel stattfindenden Ausstellung im Grafischen Kabinett veranschaulicht.

 

Fünffingerlesturm

Am Tag des offenen Denkmals ist der Turm von 10:00 bis 16:30 geöffnet. Führungen werden halbstündlich angeboten. Es können maximal 16 Personen an jeder Führung teilnehmen.

In den Büchern bisher auf das Errichtungsjahr 1456 datiert, wird der Fünffingerlesturm am Unteren Jakoberwall
nach neuesten baukundlichen Untersuchungen der Dendrochronologie nun um ca. 30 Jahre älter eingestuft. Dem
bekannten Zweck als Turm der Scharwacht muss zumindest für die ersten Jahre die bisher nicht bekannte
Funktion als Toranlage zugesprochen werden. Die Konstruktion des Mauerwerks, sowie die städtebauliche
Einbindung lassen eine besondere Bedeutung dieser Position im Äußeren Mauerring der Stadt, der dem Lech
zugewandten Einfriedung der Jakober Vorstadt erkennen. Der Blick auf das bekannte Originalmodell der Stadt
Augsburg von Hans Rogel aus dem Jahr 1560-63 stellt einen städtebaulichen Zusammenhang mit dem
stadteinwärts in der Gebäudeachse stehenden Kohlenlager auf der Pulvergasse her.
Es ist davon auszugehen, dass der Bau zumindest des Obergeschosses mit den vier um eine markante
Mittelspitze gruppierten Ecktürmen in die Zeit der großen Erweiterungsmaßnahmen am hohen Dom fällt. Und
tatsächlich ist im Obergeschoss eine Wandmalerei erhalten, die äußerst wahrscheinlich den Dom in eben diesem
Umbauzustand darstellt.
Ein weiteres Zeugnis des Bauzustandes ist eine erhaltene Kranspindel im Dachstuhl des obersten Turm-
Geschosses. Die hoch aufragende Holzkonstruktion ist vollständig erhalten und ein seltenes Bespiel
zimmermannsmäßiger Handwerkskunst dieser Zeit.
Als heute solitär bestehendes Gebäude der, mit der Stadtentwicklung schrittweise rückgebauten, Stadtmauer
präsentiert sich der Fünffingerlesturm wie ein Staffagebau in englischer Parklandschaft am Wasser der unteren
Jakobermauer. Ein beliebtes Motiv für Fotografen, Maler und Zeichner über viele Jahrzehnte hinweg.
Eine Vielzahl von erhaltenen Motiven dokumentiert anschaulich den Wandel zur heutigen Gestalt.